Amuse gueule

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Amuse gueule: So nennt man die kleinen Gaumenkitzler (wörtlich Maulschmeichler. Selbsternannte Sprachwächter haben das weniger rustikale Amuse bouche vorgeschlagen, also Mundschmeichler. Ich halte es mit der rustikaleren und älteren Variante.), die der Koch zur Zerstreuung der Gäste servieren lässt, während er mit der Zubereitung der Hauptgänge beschäftigt ist. Also hier werden Champagner oder Prosecco gereicht, dazu ein Teller mit dem erwähnten Amuse gueule (etwa zwei Hummerkrabben auf etwas Salat oder Ähnliches). Es hebt ein allgemeines Geschwafel an, einige Gäste tun sich dabei besonders hervor, indem sie mit Stentorstimme (in diesem Stück das Soloklavier) ihre Banalitäten als Tiefsinn verkünden. Andere lassen ihren Schwachsinn einfach nur ungefiltert ab. Es herrscht allgemeine Logorrhoe (Terminus der Psychopathologie für "Wortdurchfall").

Ein Klick auf das nachfolgende Notenbild bringt den Beginn des Satzes zum Erklingen.

Einen Eindruck vom Ende dieses Satzes können Sie durch einen Klick auf das zweite Notenbild erhalten.

 

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