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Meine letzte (indirekte) Begegnung mit Renée
Fleming war 2010 beim Waldbühnenkonzert der Berliner Philharmoniker, das
im Fernsehen übertragen wurde. Ihre Gestaltung der "Gräfin" aus Richard
Strauss' "Capriccio" war schlicht und einfach hinreißend.
Eine Augen- und Ohrenweide
zugleich war auch ihr Auftritt bei den "Last Night of the Proms", jenem
vergnüglichen Abschluss der Londoner Konzertsaison, dessen
Fernsehübertragung ich mir nach Möglichkeit nicht entgehen lasse. Die
Amerikanerin Renée Fleming passte in diese nun "very British night" so
nahtlos, dass man fast an ihrer Nationalität hätte zweifeln können. Mit
welcher Leichtigkeit und Noblesse sie die Koloraturen von "Rule
Britannia" meisterte, einfach zauberhaft.
Was mich an dieser Sängerin
außer ihrer wunderbaren Stimme so begeistert, das ist die feine und
allerfeinste Nuancierung, zu der sie fähig ist, und dies gepaart mit
einem adäquaten mimischen und gestischen Ausdruck.
Wunderbar ihre
Interpretation in Mahlers vierter Sinfonie (Schlusssatz) mit den
Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado. Und gleichermaßen ihre
"Sieben frühe(n) Lieder" von Alban Berg mit gleichem Dirigenten und
Orchester.
Ergreifend und fast schon
überirdisch schön gestaltete sie "Vier letzte Lieder" von Richard
Strauss mit den Münchner Philharmonikern unter Christian Thielemann.
Mehr über diese
Ausnahmekünstlerin findet man auf ihrer offiziellen Webseite
www.reneefleming.com.
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