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Begriff |
Beschreibung |
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Hellebarden |
Intelligente Sänger, bei Tenören
ausgesprochen selten |
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Herr Bert vom Caravan |
Ein bekannter
Reisemobilverleiher, der allerdings mit Musik nicht viel am Hut hatte. |
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Gallenblase |
Kein
Musikinstrument, sondern eine vor allen Dingen in St. Gallen (Ostschweiz)
ansässige, zumeist vier Spieler umfassende Alphorngruppe, die zu Beginn und
Schluss festlicher Veranstaltungen bläst. |
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G-Ammel |
In G gestimmte
Ammel, ein im Ammerland (Ostfriesland) gern verwendetes Holzblasinstrument.
Es handelt sich dabei um eine primitive Bauform der Klarinette mit geringem
Tonumfang und wird beim Boßeln, dem ostfriesischen Nationalsport, geblasen. |
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Gangliophon |
Versuch,
Hirnströme unmittelbar hörbar zu machen bzw. sie durch nachgeschaltete
Filter in ihrer Klangqualität zu verändern. Vor allen Dingen die süddeutsche
Komponistin Cäcilie Nacke-Deihe (1948-?) ist hier federführend. Kritisch
hierzu Heribert Kleinzimt 2003, "Wenn es in der Birne rauscht: Die
vergeblichen Versuche der Frau Nacke-Deihe" in der Schriftenreihe Musica
vitalis. |
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Gans-Tonleiter |
Fehlgeschlagener Versuch des Verhaltensforschers Konrad Lorenz (1903-1989),
das Geschnatter der Wildgänse in einer Tonleiter mit gänsespezifischen
Intervallen zu erfassen. Dieses Unternehmen des ansonsten so verdienstvollen
Naturwissenschaftlers muss als gescheitert betrachtet werden. Literatur
Samuel Spolzenthien 1982: "Schnatterskalen - Wer braucht sie schon?" in der
Schriftenreihe Musica inhumana |
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Gassenhauer |
Straßenschläger, die oft beim
Verprügeln ihrer Opfer zotige Lieder singen |
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G-Bein(flöte) |
In G gestimmte Knochenflöte.
Mehrere Knochenröhren werden mit Lederbändern zusammengehalten, insofern
Ähnlichkeit mit einer Panflöte. Kaum noch in Gebrauch. |
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G-Brabbel |
In G gestimmte Brabbel. Instrument
mit einfachem Rohrblatt, in etwa einer Bassklarinette vergleichbar. |
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Gefuchtel |
Körperbewegungen eines Dirigenten
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Gedackte Oboe |
Versuch des
britischen Instrumentenbauers Bruce Donald (1772-1839), eine Oboe in der
Tonhöhe eine Oktave tiefer zu stimmen, indem er sie am unteren Ende
deckelte (daher "gedackt"). Zum Wirkungsmechanismus siehe
Donald-Gedackt-Piepe. |
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Gedämpfte Sardine |
Bei der
Sardine handelt es sich um ein aus einer leeren Sardinendose hergestelltes
Zupfinstrument, wobei die Dose mit einem Griffbrett, vier Metallsaiten und
einem Steg versehen wir d.
Das Instrument ist durch einen silbrigen Klang gekennzeichnet. Um es zu
dämpfen, wird es wieder mit Sardinen gefüllt, wodurch der Klang abgeschwächt
wird und dumpfer klingt. Der besseren Übersicht zeigen wir hier den von
Griffbrett und Steg befreiten Klangkörper der gedämpften oder gestopften Sardine. |
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G-Flügel |
Ein in G
gestimmter Flügel, der pro Oktave außer den weißen lediglich eine schwarze
Taste aufwies, nämlich das Fis. Hier wurde konsequent auf die heute
gebräuchliche temperierte Stimmung zugunsten einer reinen Stimmung
verzichtet. Der hierfür verantwortlich zeichnende österreichische
Klavierbauer Horaz Asmodi (1821-1892) versprach sich durch diese Maßnahme
einen gesteigerten Klavierabsatz, da für jede gebräuchliche Tonart ein
Flügel zur Verfügung stehen musste. Er scheiterte an der - wie er sich
ausdrückte - Bosheit der Komponisten, die auf "Teufel komm heraus" in ihren
Werken modulierten und enharmonische Verwechslungen nach Kräften nutzten.
Erfolgreicher war Asmodi als Schnapsbrenner, so dass er ein halbwegs
pekuniär gesichertes Leben fristen konnte. |
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Geigerzähler |
Meist vom
Orchesterwart ausgeübtes Amt, das der Feststellung der Vollzähligkeit bei
den Streichern, hier vorzugsweise den Violinen gilt. In einem modernen
Sinfonieorchester sitzen 32 bis 40 Geiger, so dass es dem Dirigenten
schwer fällt, mit einem Blick die Vollzähligkeit festzustellen. Mehr oder
weniger gilt dies auch für Bratschen und Celli, auch noch für die
Kontrabässe. Bei anderen Instrumentengruppen tritt wegen der geringeren
Anzahl dies Problem nicht auf. Ob zwei, vier, sechs oder acht Hornisten
anwesend sind, lässt sich leicht eruieren. Die Anwesenheit von Caroline
Pleesterkopp mit ihrer Bassklarinette fällt allein wegen der sonstigen
Vorzüge dieser Dame (tolle Überhangmandate vorn und hinten) sofort ins Auge.
Ähnliches gilt für die übrigen Instrumente. Dem Publikum offenbart sich der
Geigerzähler zumeist nicht. Man achte aber auf Herren in grauen Kitteln, die
sich vorzugsweise auf Logenplätzen herumdrücken und dabei leise knattern. |
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Genauke |
Hochpräzise
Vorgängerin der heutigen Oboe, die zum Stimmen des Orchesters verwendet
wurde. Der Name leitet sich nicht - wie oft unzutreffender Weise berichtet
wird - von der Tongenauigkeit des Instrumentes ab, sondern vom Namen ihres
Erfinders, des österreichischen Instrumentenbauers Alois Ferdinand Genauer
(1724-1798, Vorfahren aus Genua, Betonung des Namens auf der ersten Silbe),
der außerdem ein begnadeter Brenner von Obstlern war. |
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Gerippe |
Skelette,
deren einzelne Rippen durch genaue Längenbestimmung als Tongeber dienen,
ähnlich wie bei einem Xylophon. Oft wird hierbei in den ehemaligen Brustraum
ein hölzerner Resonanzkörper (ähnlich dem einer Geige) eingebaut. Diese Art
von Instrumenten wird bevorzugt bei Aufführungen von Totentänzen eingesetzt.
Aus diesem Blickwinkel gehört das Gerippe zum Instrumentarium von
Showorchestern. Literatur: Heribert Kleinzimt 1996: "Über die musikalische
Verwendbarkeit von Toten" in der Schriftenreihe Musica perversa. |
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getragen |
Vortragsbezeichnung: Solist oder
Dirigent werden in einer Sänfte angeliefert |
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gewandt |
Eigenschaft von Dirigenten, die
ständig oder auch nur sporadisch im Leipziger Gewandthausorchester auftreten
dürfen |
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Glockenrock |
Krinolinenartiger Unterrock von
Sängerinnen mit angenähter Tasche, in der sie verschiedene Utensilien
aufbewahren können. Zugänglich durch das Griffloch. |
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Glockenstuhl |
Defäkationsprodukt eines Glöckners
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Griffloch |
Öffnung im Übergewand einer
Sängerin, durch die sie Zugriff auf die am Glockenrock befindliche Tasche
erhält. |
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Glucose |
Ursprünglich
Gluckhose. Damit ist das Beinkleid des
deutschen Komponisten Christoph Willibald Ritter von Gluck (1714-1787)
gemeint, das diesem zu seinem Entsetzen einmal coram publico (d.h. in aller
Öffentlichkeit) zu Boden rutschte. Als Nachwirkung dieser nicht
unerheblichen Peinlichkeit schrieb er für seine Oper Orpheus e Eurydice die
weltberühmte Arie
"Ach ich habe sie verloren,
all mein Glück ist nun dahin.
Wär' oh wär' ich nie geboren,
weh, dass ich auf Erden bin!" |
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G-Rangel |
In G gestimmte
Rangel, ein lokal sehr begrenzt vorkommendes Blasinstrument. Es ist
eigentlich nur im Lübecker Stadtteil Rangenberg bekannt und wurde dort
früher bei Eintreffen des Busses Richtung Lübeck-Travemünde oder von
Travemünde kommend Richtung Lübeck geblasen, wobei richtungsabhängig
unterschiedliche Signale Verwendung fanden. Der Klang erinnert an eine
Klarinette: In der Tat handelt es sich um ein Holzblasinstrument mit einem
einfachen Rohrblatt. Die Klappenmechanik ist sehr simpel und der Tonumfang
recht begrenzt. Literatur: Heribert Kleinzimt 1963: "Lokalmatadore unter den
Blasinstrumenten: Clarina Rangenbergensis" in der Schriftenreihe Musica
vitalis |
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Gregor Jannik |
Vollständiger Name: Gregor Jannik
Püst (1904-1994). Berühmter Schleswig-Holsteiner Büchsenmacher, der ein sehr
zielgenaues Gewehr fertigte, den berühmten und nach ihm benannten "Püsterich".
Er pflegte nur seine beiden Vornahmen zu verwenden. Fälschlicherweise wurde
er deswegen von manchen Zeitgenossen als der "Erfinder" der Gregorianik, des
einstimmigen liturgischen Mönchsgesangs angesehen. Gregor Jannik starb
neunzigjährig beim unvorsichtigen Umgang mit einer seiner Waffen. Er soll
sich allerdings vorher eine halbe Flasche Aquavit einverleibt haben. |
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Gesäßorgel |
Bezeichnung
für das von Flatulisten (Kunstfurzern) verwendete Instrument. Durch
gezieltes Anspannen der Schließmuskulatur sind Flatulisten imstande,
willkürliche Tonhöhen- und Lautstärkeänderungen ihrer Darmwinde
hervorzurufen und somit auch simple Melodien auf ihrem hinterhältigen
Instrument hervorzubringen. Der wohl berühmteste unter ihnen war der
Franzose Joseph Putol, der sich selbst als Pétomane bezeichnete und im
Moulin Rouge in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts auftrat. Er besaß nicht
- wie zuweilen fälschlicherweise behauptet wird- die Fähigkeit der
Darmatmung, wie etwa Welse, die bei Trockenheit ihrer Gewässer von Kiemen-
auf Darmatmung umstellen können. Aber er konnte über den Anus Luft einziehen
und dann wieder rektal abblasen, so dass er in der Lage war, weitgehend
geruchsfreie Flati (Darmwinde) abzulassen. So konnte er seine Kunst ohne die
ansonsten unvermeidlichen Molestierungen des Publikums (zumindest in der
ersten Reihe) ausüben. |
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Gestopfter Triangel |
Ein Triangel
kann durch Einführen eines dreieckigen S tyroporkeils
in das Instrumenteninnere gedämpft werden, eine sehr umständliche und nicht
besonders schnelle Methode, die um 1920 durch den Solotriangelisten Vance
Rottenburrough (1887-1952) aus Showgründen eingeführt wurde. Ein einfaches
Festhalten einer Triangelseite mit der Hand hätte sehr viel schneller den
gleichen Effekt erzeugt. Die Urheberschaft Rottenburroughs gilt als
fraglich, da es um 1920 noch kein Styropor gab. Polystyrol (Styropor)
wurde 1931 erstmals vom IG-Farben-Werk in Ludwigshafen vorgestellt (Abb.
zeigt die Strukturformel von Polystyrol). |
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Gifhorn |
Eigentlich
Gifthorn, verschmolz sprachlich zu Gifhorn. Ein ursprünglich in Gruppen zu
sechs Instrumenten geblasenes Horn, wenn eine Abordnung von Gesandten an
einem (herzoglichen) Hofe dem (Westentaschen-) Potentaten ein Geschenk
überreichen wollte, um die Aufmerksamkeit auf diesen Vorgang zu lenken. Im
Englischen heißt Gabe oder Geschenk heute noch "gift", dies im Gegensatz zur
deutschen Sprache, in der Gift eine recht spezielle, nämlich letale Gabe
bedeutet. |
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G-Klapper |
Auf den Ton
g' gestimmte Klapper. Der Nutzen ist nicht erkennbar, da bei dieser Art von
Instrumenten eine eindeutige Tonhöhe kaum auszumachen ist und die Verwendung
eines bestimmten Tones die Einsatzbreite schmälert. Siehe auch
Diskantknarre! |
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Glandonium |
Aus dem
Lateinischen glans, glandis: die Eichel. Siehe Näheres unter
Eichelphon! |
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Glaspauke |
Pauke mit
transparentem Kessel. Findet in Showorchestern Verwendung, teilweise auch
mit Leuchteffekten durch elektronisch angesteuerte LED-Lichterketten |
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G-Leier |
In G gestimmte
Leier. Überflüssig wie ein Kropf. |
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Glockenspüle |
Instrumentenpflege: Mit einer Glockenspüle werden die einzelnen Stimmen
eines Glockenspiels gereinigt. Dies geschieht durch den Glöckner (meist der
Instrumentenwart), nicht zu verwechseln mit dem Glockenspieler, dem das
Instrument bedienenden Virtuosen. |
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Goethe, Johann Wolfgang von |
Deutscher
Dichter (1749-1832), der viele Komponisten
zur Vertonung seiner Gedichte anregte. Ihm wird der auf seinem Sterbebett
geäußerte Ausspruch "Mehr Licht!" zugeordnet. Hierbei handelt es sich um
eine verhängnisvolle Fehlinterpretation. Als gebürtiger Frankfurter Bub
sprach Goethe den für diese Stadt typischen hessischen Dialekt ("Frankforterisch").
Was er wirklich sagen wollte, war: "Mer lischt hier so schlescht.", d.h. er
wollte sich über die seiner Meinung nach unzureichende Bettstatt beschweren,
wurde in dieser seiner Absicht jedoch durch den plötzlichen Todeseintritt
unterbrochen. Generell sollte man sich beim Vortrag Goethischer Poesie an
der Frankfurter Mundart orientieren. Ein Beispiel aus dem Faust: "Oh neige
Schmerzensreiche..." reimt sich im Frankfurter Dialekt sofort: "Oh neische
Schmerzensreische..." Literatur Heribert Kleinzimt 1974: "Die Negation des
Frankfurterischen in Goethes Poesie: Die unzulässige Heroisierung eines
Äbbelwoi-Trinkers" in der Schriftenreihe Musica vitalis. |
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Greenhorn |
Im 19.
Jahrhundert von romantisierenden Botanikern geblasenes Horn, wenn sie (die
sogenannten Grünlinge) in die Natur hinauszogen (siehe auch "Botanisierbratsche"! |
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Grello |
Mit sehr
straff gespannten Stahlseiten ausgestattetes Cello, dessen Klang greller als
üblich erscheint. Verstärkt wird dieser Effekt durch elektrische Tonabnehmer
und über Effektgeräte ("Wahwah" etc.) angesteuerte Verstärker. |
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Hall-Unken |
1.
Sänger(innen), die sich für ihren Vortrag vorzugsweise eines Hallgerätes
bedienen
2.
Sänger(innen), in deren Name die Silbe "Hall" in irgendeiner Form vorkommt |
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Ham and organ |
Orgelkonzerte (zumeist
Hammondorgel), während derer eine Schinkenmahlzeit gereicht wird. Bis zur
Jahrhundertwende in England sehr beliebt. |
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Hammergeige |
Zur
Versteigerung aufgerufene Geige. Diese Instrumente wurden oftmals durch den
Hammer eines unvorsichtigen Auktionators beschädigt und verloren im wahrsten
Sinne des Wortes schlagartig an Wert. |
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Handkäse |
Analog zu
Fußkäse. Musiker mit einem solchen Leiden finden sich in sozialer Hinsicht
erhöhtem Druck (Mobbing) ausgesetzt. Sie können eigentlich nur solistisch in
einem gewissen Mindestabstand zum Publikum auftreten. |
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Handschelle |
Schellenartiges Handgeläute
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Handspiel |
Handspiel ist bei Musikern üblich,
d.h. eigentlich unerlässlich, im Fußball hingegen außerordentlich verpönt.
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Harnblase |
Nach dem
österreichischen Instrumentenbauer Alois Theodor Harn (1863-1956) benanntes
Blasinstrument, das den Versuch macht, die Vorzüge der Zugposaune auf ein
trompetenartiges Instrument zu übertragen. Konnte sich wegen des Einflusses
des seinerzeit berühmten, aber mental recht mangelhaft ausgestatteten
Trompeters Ignaz Xaver Prunzenhorn (1848-1921) nicht durchsetzen: "Was soll
ich mit einer Trompete, die ich nur in der Eisenbahn spielen kann?" Harn
tröstete sich darob mit einem seiner hoch gepriesenen Obstbrände, für die er
ebenfalls berühmt war. |
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Harnröhrenglocken |
Nach dem
österreichischen Instrumentenbauer Alois Theodor Harn
(1863-1956) benannte Variante der Röhrenglocken (aus der Familie der
Idiophone, siehe Abbildung). Harn versah seine Röhrenglocken mit einer
weiteren Röhre, die der Aufnahme geistiger Getränke diente (auch in
mehrröhriger Ausführung), um dem Spieler während der Spielpausen eine
Erquickung zuteil werden zu lassen. Harn war in seiner engeren Heimat als
begnadeter Produzent hochprozentiger Edelbrände sehr angesehen. Heutige
Dirigenten bestehen zumeist auf der Entfernung der Zusatzröhre, da sie dem
präzisen Einsatz des Instrumentalisten oft hinderlich im Wege steht. Andere
Pultlöwen gestatten immerhin eine nicht-alkoholische Flaschenfüllung.
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Havelock, Sir Gerald |
Bekannter
angelsächsischer Musikwissenschaftler (1943 - ?), der sich durch eine
Vielzahl von Veröffentlichungen hervorgetan hat, auch und fast vorwiegend zu
musikhistorischen Themen.
Er
bereiste als gefährlich geltende Länder wie beispielsweise den Jemen. Die
Physiognomie dieses Mannes fördert allerdings klar und deutlich zutage, dass
er sich wohl nicht die sprichwörtliche Butter (engl. proverbial butter) vom
Brot nehmen lässt. Seine Ausstrahlung bewirkte sogar psychokinetische
Effekte. Wenn er - übrigens oft und gern - wie auf dem Foto seine linke
Augenbraue hob, dann folgten ihr Brillenrahmen und -linse. Durch seine auch
öffentlich geäußerte Anerkennung der tiefen Musikalität der englischen
Königin sah sich diese gezwungen, ihn bereits 1965 in den Adelsstand zu
erheben. In diesem Lexikon wurden bisher die folgenden seiner Schriften
zitiert:
-
Sir Gerald Havelock
1968: "Feebleminded and impudent, the tenor!" in seinem Werk
"The Voices".
-
Sir Gerald Havelock
1997: "When harps go hillside: The history of harps and their
predecessors").
-
Sir Gerald Havelock,
1999: "The reconstruction of pre-medieval fertiletts in the
south of Jemen"
-
Sir Gerald Havelock
2000: "The stranglion: Do it the soft way!" in Brewster,
Handicott and Havelock, Editors: "Music under the gallow"
-
Sir Gerald Havelock
2002, "The thriller pipe and its
socio-psychological implications" in der britischen Schriftenreihe "The
moving movies"
-
Sir Gerald Havelock 2003: "The
squirrels horn: Woods or brass? What does it matter?" in der
Schriftenreihe "Vital Music of Olden Days".
-
Sir Gerald Havelock
2006: "Uses and
abuses of musicological terms" in George Monkeynun, Editor: "The young
zimbalist's cookbook"
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Herdensocken |
Vorrichtung
zum Dämpfen von Herdenglocken, die als Instrument durch Gustav Mahler
erstmals in einem sinfonischen Werk Eingang fanden (Gustav Mahler, Sinfonie
Nr. 6 a-moll). Die Dämpfer werden wie Socken über die Glocken gezogen. |
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Hifthorn |
Jagdhorn, ursprünglich aus
Rinderhorn gefertigt, später auch aus Metall.
Es
fand bei Jagden Verwendung, bei denen vorwiegend aus der Hifte (à
Hüfte) geschossen wurde. Eine andere Lesart besagt, das sich der Name vom
althochdeutschen hiofan (= wehklagen) ableitet. Die Abbildung rechts zeigt
ein Hifthorn im Wappen von Bad Urach. |
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Hinterhaltakkorde |
Das Gegenstück
zu Vorhaltakkorden |
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Hinterliszt |
...bezeichnet einen virtuosen
Flatulisten (Kunstfurzer). Wortbildung nach
dem hochvirtuosen Pianisten und Komponisten Franz Liszt (1811-1886, siehe
Abbildung). Nach allem, was bis heute aus der Liszt-Forschung bekannt ist,
erfolgte diese Namensgebung völlig zu Unrecht, da der Meister mit dieser Art
hinterhältiger Tonproduktion absolut nichts am Hute hatte. |
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Hirn |
Im Kopf gelegener Teil des
Zentralnervensystems, der vielfältige Steuerungsaufgaben übernimmt.
Angeblich soll das Hirn bei Tenören entbehrlich sein. Dem ist jedoch mit
Entschiedenheit zu widersprechen, da zumindest eine gewisse motorische
Steuerung vorhanden sein muss (Kleinhirn, Zwischenhirn), da Tenöre ansonsten
ihre Schallluke gar nicht öffnen könnten. |
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Hochseilzither |
Im oberen Teil
sehr weit ausladende Zither, so dass Hochseilartisten das Instrument wie
eine Balancierstange verwenden und gleichzeitig darauf spielen konnten. Um
1900 war das Instrument vielfach eine zirzensische Attraktion, ist jedoch
heute nicht mehr im Gebrauch. |
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Hochsitz |
Stuhl für stehunfähige Dirigenten
oder Kontrabassisten |
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Hornhaut |
Im Eigentlichen mit zu den
Instrumentenkoffern zählende, jedoch flexible Aufbewahrungsmöglichkeit für
Hörner, ein zumeist grün oder braun gefärbter Schutzüberzug |
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Hornisse |
Weiblicher Hornist |
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Hornochse |
In Musikerkreisen verwendete
Bezeichnung für einen ständig falsch intonierenden Hornisten |
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Hose, Franz |
Deutscher
Komponist (1901-1956), der die französischen Impressionisten Claude Debussy
und Maurice Ravel stark verehrte und ihnen nachzueifern versuchte. Am
ehesten gelang dies Franz Hose in seinen Klavierstücken. Seine orchestralen
Bemühungen erreichten nicht annähernd die impressionistische Leichtigkeit
eines Debussy oder die instrumentale Raffinesse eines Ravel. Franz
Hose wusste darum und hielt sich an französischen Weinen mehr als schadlos,
woraus auch die relativ kurze Lebensspanne zu erklären ist, die ihm auf
Erden vergönnt war. Literatur Samuel Spolzenthien 1972: "Ein deutscher
Franzose? Das geht nicht gut!" in der Schriftenreihe "Musica Europae". |
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Hosenbund |
Altertümlich für Männerchor
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Hosie, Anna |
Deutsche Sängerin sakraler Lieder
(1812-1884) |
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Huldigen |
Gen, das manche Zuhörer zu lang
anhaltendem Applaus veranlasst, für Musikschaffende und Tonkünstler fast
unentbehrlich. |
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Ideenarm |
Arm, mit dessen Hand ein Komponist
seine Einfälle zu Papier bringt. Man unterscheidet zwischen Links- und
Rechtshändern sowie Ambidextern (Beidhändern). |
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Instrumentenflug |
Das Stück "Hummelflug" aus
Rimski-Korsakows (1844-1908) Oper "Das Märchen vom Zaren Saltan".
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Jagdgeige |
Nach der
eigentlichen Jagd beim geselligen Zusammensein ("Schüsseltreiben")
verwendetes Streichinstrument, um zum Tanze aufzuspielen. Notenliteratur:
Carl Maria von Weber, Der regelrechte Jagdlümmel, Wald- und Wiesenmusik. |
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Jambe |
Altertümlicher
Rhythmusgeber für gerade Takte ("Wummda"), der im wesentlichen aus einem
Schwungrad mit Handkurbel bestand und durch einen Auslösestift einen Hammer
beim Heben gegen eine kleinere hölzerne Schallfläche stoßen ließ und beim
Fallen auf eine weitere größere Fläche. Hierdurch entstand das typische
"Wummda", das in der Geschwindigkeit durch die Handkurbel geregelt werden
konnte. Es handelt sich hierbei um einen Vorläufer der heutigen
elektronischen Begleitautomatiken auf Keyboards. Die Jambe müsste eigentlich
Trochäe heißen (nach dem Versmaß Trochäus, bei dem auf eine erste schwere
Hebung eine leichte Senkung erfolgt, während bei dem namensgebenden Jambus
auf eine leichte (quasi auftaktige) Hebung eine schwere Senkung folgt. Neben
der Jambe gab es auch noch die Daktylette, die einen Dreiertakt erzeugte. |
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Jam Ehrlich |
Zeitgenössischer Jazzmusiker
(Pianist, 1943-?). Ehrlich wurde als Sohn deutsch-jüdischer Einwanderer in
New York geboren. Stand frühzeitig unter dem Einfluss von Thelonious Monk,
den er sehr verehrte. Sein Vorname "Jam" ist dem Begriff "jam session"
entlehnt. Schrieb oft Stücke mit schlüpfrigen Titeln wie etwa "Rocking the
Granny", "A philosopher named Cunt", "Pretty Titty" und andere. Seine
öffentliche Rezeption ist zwiespältig. Neben drei erklärten Fans, die
Mitglieder seiner Band "Motherfuckers in Action" sind, stößt er ansonsten
auf heftige Ablehnung oder muss sich mit kompletter Ignoranz seinem Werk
gegenüber auseinandersetzen. Auf letzteres reagierte er mit einem Boogie,
der den deutschen Titel trägt "Ihr könnt mich mal!", wo bei er offen lässt,
was man ihn denn könne. Literatur: Friedbert Säftel (2009): "Jämmerlich oder
Jam Ehrlich? - Ein verkorkstes Musikerleben" in der Schriftenreihe "Tut's
weh? Jazz today". |
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Jammerklavier |
Klavier mit
elektrischen Tonabnehmern, die den Saitenklang über einen Effektfilter
gegenüber dem Originalton leicht verstimmt wiedergeben, wobei zwischen dem
Originalton und der Wiedergabe des verzerrten Tons eine kleine (regelbare)
Zeitspanne
liegt, in der ein Glissando zwischen Original- und Folgeton hergestellt
wird. Das Glissando kann hierbei auf- oder absteigend eingestellt werden. Es
entsteht ein mehr oder weniger jaulender oder jammernder Ton. Dem
Konstrukteur dieser Einrichtung, einem gewissen Ezechiel Sulzmann
(1902-1976) sagte man schon zu Lebzeiten einen Hang zur Schwermut
nach. Der Komponist Mosche Mohlfinkel (1943-?, Abb. rechts) trat mit einigen
Stücken für dieses Instrument hervor: "Psalmen der Trauer". Dazu kritisch
Heribert Kleinzimt 1963: "Stücke, die es nicht hätte geben müssen" in der
Reihe Musica vitalis. |
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Japse |
Schwer ansprechendes Blasinstrument
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Jaulette |
Ähnlich wie
das vorstehend beschriebene Jammerklavier präparierte Klarinette. Mosche
Mohlfinkel (siehe oben) setzte auch sie in seinen "Psalmen der Trauer" ein.
Vor allen Dingen bei der Klarinette erweist sich die gesamte Elektronik als
überflüssig, da sich auf diesem Instrument auch ohne solche Schaltungen Glissandi mühelos
erzeugen lassen. |
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Joystick |
Sollten männliche Musiker bedeckt
halten |
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Jungferntrommel |
Während eines
Initiationsritus bei geschlechtsreifen Mädchen aus dem sorgfältig entfernten
Hymen (Jungfernhäutchen) erzeugte Kleinsttrommel. Das entsprechend
präparierte Hymen wird über einen ringförmigen Resonanzkörper gespannt und
mit Miniaturschlegeln gespielt. Dazu erklingt oft als Melodieinstrument die
Fertilette (siehe D-F/Fertilette!), wobei wegen ihres zarten Klanges die
Jungferntrommel Unterstützung durch Rührtrommeln erhält, die dem fetzigen
Ton der Fertilette gegenhalten können. Nach Abschluss dieses Ritus können
die Mädchen dann verheiratet werden. Dieser ursprünglich in der
südjemenitischen Provinz Banulien verbreitete Brauch wird heute von den
Behörden streng verfolgt. |