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Hundeleben |
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Ohne Hund ging und geht es
nicht!
1978 war es so weit! Ich machte mich nach Jahren leitender
Positionen in anderen Marktforschungsinstituten mit einem eigenen
Marktforschungsunternehmen in Oberursel selbständig. Meine Frau arbeitete damals
noch bei einem Marktforschungsinstitut in Wiesbaden, verließ morgens das Haus
und kam abends wieder. Ich fand jedoch, das Bedürfnis nach Affiliation
(Gesellschaft) sei etwas sehr Menschliches, und eröffnete meiner
Wir fanden dortselbst ein kleines Wollknäuel, das hinter dem Drahtzaun in unserer Richtung hochsprang und uns mit aller Dringlichkeit signalisierte, es sei höchste Eisenbahn, es herauszuholen und unserem Haushalt einzugliedern. So geschah es dann! Der damalige Tierarzt fragte uns, ob wir mal einen Blick auf die Pfoten des Kleinen geworfen hätten: "Der wird mal sehr groß!" Er wurde es! Es handelte sich um einen quickle
Knafti lebte - für einen Hund seiner Größe sehr ungewöhnlich - sechzehneinhalb Jahre, bis wir ihn schweren Herzens erlösen lassen mussten. Ich sagte damals zu meiner Frau, dass ich keinen Hund wieder haben wolle: "So einen Hund wie Knafti kriegen wir nie wieder!" Ungefähr ein halbes Jahr nach seinem Dahinscheiden rief uns eine Freundin aus dem Ruwerdorf Hentern an, ob wir nicht wieder einen Hund haben wollten. Eine andere Freundin hätte den Hund erst einmal von einer jungen Frau übernommen, wo es dem armen Tier nicht besonders gut gegangen war (Drogen- und Alkoholprobleme, jähzorniger Freund usw.). Die beiden Freundinnen erschienen mit einem sehr verschüchterten Retrievermischling, der zwei meiner Kumpels und mich kurz anwuffte, und sich dann unter die Fittiche meiner Frau und unserer beiden Besucherinnen begab. Die Kumpels und ich saßen
gerade beim Abendbrot, das meine Frau uns bereitet hatte, nach dem wir für eine
Anbauerweiterung ein Betonfundament gegossen hatten. Ich dachte noch "Na, wir
werden wohl keine Freunde werden!" und nahm ein mit Leberwurst bestrichenes
Brot, entfernte die Gurkenstückchen und rief in die Richtung des Hundes: "Na
komm!" Er kam tatsächlich, nahm das Wu
Falls der Eindruck entstanden sein sollte, ich hätte mich eben wiederholt, so trügt dieser Endruck keinesfalls. Nach Bolvo entschlossen wir uns (meine Frau etwas weniger ausgeprägt als ich), nun keinen Hund mehr anzuschaffen. Wir wollten (nun beide schon nicht mehr berufstätig) unabhängig und frei beweglich sein. Dachten wir! Eines Tages kam es zwischen
zwei Nachbarshündinnen zu einer wilden Beißerei auf Leben und Tod, so dass die
beiden getrennt werden mussten. Wir nahmen die eine der beiden Hündinnen zu uns. Nach zwei Rüden war es zunächst gewöhnungsbedürftig, dass sie eben nicht das Bein hebt, sondern sich hockt. Ganz tief gehockt = Pieseln und halbe Hocke = großes Geschäft. So ist das mit Vita. Sie ist jetzt ungefähr sieben Jahre alt. Wir hoffen, dass sie noch lange und gesund bei uns bleibt. Unsere Gleichung heißt Y = 32 + X. Y bedeutet die Zeit mit Hunden überhaupt, 32 steht für die 32 Jahre mit unseren beiden Rüden und X für die Zeit mit Vita. Eine letzte Anmerkung zu Hermann Ebbinghaus! Sinnarme Silben bestehen eigentlich aus zwei Konsonanten, die einen Vokal umschließen, also XOK oder NUV. In diesem Sinne folgen unsere Namen Knafti und Bolvo nicht ganz dem Ebbinghaus'schen Schema. Wir hätten für einen dritten Rüden auch schon den gleichfalls gut brüllbaren Namen Lumfo gehabt, aber Vita war ja nun einmal kein Rüde und Vita hieß ja schon Vita. Bolvo hatte übrigens vorher Sascha geheißen, ein Name, der meiner Frau und mir nun überhaupt nicht zusagte. Bolvo hatten wir auf Lager und Bolvo wurde es.
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