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Kabeltrommel bis Luftkampf

Begriff

Beschreibung

Kabeltrommel

Trommel, auf der im Ohnsorg-Theater bei erstmaligem Auftritt der Schauspielerin Heidi Kabel während einer Aufführung ein Wirbel geschlagen wurde, dies höchstwahrscheinlich zu Unrecht, da der Wirbel nichts dafür konnte.

Kackbrett

Sitzgelegenheit für Flatulisten (Kunstfurzer). Ein Brett mit genügend großem Loch in der Mitte, damit der Rektalmusiker beim Üben und noch nicht garantiert geleertem Kolon (Grimmdarm, aus dem Griechischen κόλον (kólon), Darm, Wurst) sicher sein konnte, sich nicht in das eigene Beinkleid zu lösen.

Kalebassen

Männliche Sängergruppe, deren Mitgliedern ausnahmslos die Kopfbehaarung fehlt. Berühmt geworden mit dem Lied "In einem kahlen Grunde da wohnt ein Waldesschrat, der zockt so manche Stunde mein ganzes Geld mir ab". Literatur Heribert Kleinzimt 2008: "Zockrock: Die Ohnmacht der neuen Volksmusik" in der Schriftenreihe Musica primitiva

Kammermusik

Vorsichtsmaßnahme, bei der übende Musiker in schalldichten Kammern gehalten werden.

Kantorei

Scrotum eines Kantors, musikalisch nur von Belang, wenn dieses vor Erreichen der Geschlechtsreife entfernt wurde

Karvioline

Etwas blumig klingende Violine, abgeleitet aus dem österreichischen Karfiol = Blumenkohl.

Käseglockenspiel

Ein aus Käseglocken unterschiedlicher Größe errichtetes Glockenspiel, das mit zumeist zwei Handhämmerchen angeschlagen wurde. Es kommt heute noch in den Niederlanden bei lokalen Käsefestivitäten zum Einsatz. Eine genaue Stimmung zu erzeugen ist schwierig und wird meist angenähert durch Klebestreifen und ähnliche Maßnahmen versucht.

Käseharfe

Kein Musikinstrument, dient jedoch der Käseherstellung und damit der Ernährung Käse essender Musiker, dies mit Ausnahme der Asiaten, die hochgradig laktose-empfindlich sind. Mit der Käseharfe wird der sogenannte Bruch hergestellt, eine Vorstufe auf dem Wege zum fertigen Käse. Die Käseharfe besteht aus einem Edelstahlrahmen, auf dem sich gespannte Drähte befinden, mit denen die Käsemasse zerkleinert wird. In dem linken Käsebottich der Abbildung sind deutlich die (zwei) Käseharfen zu erkennen, die hier für die Herstellung von Emmentaler rotieren.

Nachtrag: Offenbar ist die Käseharfe doch als Musikinstrument zu verwenden, wie die folgende E-Mail zeigt, die uns am 24.1.2011 erreichte: Ein Musikinstrument? Ja! wir spielen damit. Hausmusik Fink mit dem Käsharfo-Juz. CD "Da tuat si was ... in Österreich"

Gesa Musikproduktion CD 40220, LC 07412

Mfg Evelyn Fink-Mennel (fink@mdw.ac.at)

 

Ein herzlicher Dank der Lexikonredaktion geht an Frau Fink-Mennel und ihre Mitstreiterinnen. Wer sich die CD besorgen will, kann dies unter dem folgenden Link tun: www.komponistenbund.at.

Kastration

Mindestmenge an Nahrungsmitteln, um einen Kastraten (Sänger) am Leben zu erhalten.

Katzenmusik

Spezielle Kompositionen für Damenorchester

Kehl-Laute

Eine Laute mit kehlförmiger Einbuchtung, quasi als Markenzeichen des niederösterreichischen Instrumentenbauers Xaver Kehl (1742-1801), der meinte, sich dieses schuldig sein zu müssen. Bekannter wurde Kehl durch seinen hoch gepriesenen Marillenschnaps.

Kellerrassel

Eine Rassel mit sehr tiefer Klangfarbe durch die Verwendung betont langer Blattfedern

Keuche

kurzatmige Sängerin

Kirchenschifferklavier

Ein Akkordeon zur Verwendung in kleineren orgellosen Kapellen zur musikalischen Unterstützung der Liturgie. Es zeichnet sich durch choralartig klingende Bassregister aus.

Klafür- und wider

Sekundärliteratur: Ein kleiner Ratgeber, ob ein Kind Klavier erlernen soll oder nicht. Der Autor, ein gewisser Theobald Hammer (1821-1879) aus dem Lübecker Vorort Dummersdorf war als übler Pianist und unsäglicher Pädagoge schon zu Lebzeiten verschrien.

Klagelied

gesanglicher Vortrag eines Staatsanwaltes, eher selten

Klamauke

Im zirzensischen Umfeld gebräuchliches Cello, in das verschiedene Türchen eingebaut sind, aus denen der Clown allerlei lustige Gegenstände holt.

Klangl-Ich

Erlebnisinstanz für Klänge, war Sigmund Freud (1856-1939) gänzlich unbekannt.

klatschnass

Zustand eines übermäßig applaudierenden Zuhörers

Klavierhocker

Pianist, der ständig am Klavier sitzt

Kleinzimt, Heribert

Deutscher Musikwissenschaftler (1943 - ?), der sich auch als Kritiker einen Namen machte. Oftmals war der deutsch-israelische Komponist Mosche Mohlfinkel Gegenstand seiner nicht immer gerechten, dafür aber um so beißenderen, zuweilen auch ehrabschneidenden  Kritik. Kritiker Kleinzimts wollen eine verblüffende (Abb. rechts) physiognomische Ähnlichkeit zwischen ihm und Mohlfinkel (Abb. links) festgestellt haben, so dass die Annahme einer ambivalenten, der Hassliebe ähnlichen Beziehung naheliegt. Unter den Schriften Kleinzimts fällt lediglich eine heraus, die sich in anerkennender Weise zu Mohlfinkel äußert. Sie bezieht sich auf Mohlfinkels  Komposition "Trauergalopp", die die Vortragsbezeichnung Allegro preliminario trägt und ein reformatorisches Gegenstück zu der oft Zeit schindenden üblichen Trauermusik bildet. Die in diesem Lexikon zitierten Arbeiten Kleinzimts sind die folgenden:

  •  Heribert Kleinzimt 1963: "Lokalmatadore unter den Blasinstrumenten: Clarina Rangenbergensis" in der Schriftenreihe Musica vitalis

  •  Heribert Kleinzimt 1963: "Stücke, die es nicht hätte geben müssen" in der Reihe Musica vitalis.

  •  Heribert Kleinzimt 1967: "Die Täler sind gestrichen voll!" in der Schriftenreihe Musica vitalis

  • Heribert Kleinzimt 1972: "Mit Waldemar ins Horn gestoßen" aus der Schriftenreihe Musica vitalis.

  • Heribert Kleinzimt 1973: "Renne wenn Leonore kommt! Die Weichspieler in der Oper seit Gluck"

  •  Heribert Kleinzimt 1993, "Das Horn der Traurigkeit: Die vergessene Trübinette"

  •  Heribert Kleinzimt 1974: "Die Negation des Frankfurterischen in Goethes Poesie: Die unzulässige Heroisierung eines Äbbelwoi-Trinkers" in der Schriftenreihe Musica vitalis

  •  Heribert Kleinzimt 1982: "Traurig aber flott: Die musikalische Temporevolution des Mosche Mohlfinkel" in der Schriftenreihe Musica mortis

  •  Heribert Kleinzimt 1983: "Wenn Schwimmer auf die Pauke hauen: Vom Unsinn so mancher Händelaufführung!"

  •  Heribert Kleinzimt 1988: "Die Ziehtarre: Schade, dass Rauchen so schädlich ist!"

  •  Heribert Kleinzimt 1996: "Über die musikalische Verwendbarkeit von Toten" in der Schriftenreihe Musica perversa

  •  Heribert Kleinzimt 1999: "In einer Welt voller Pfeifen: Die Sektflöte"

  •  Heribert Kleinzimt 1999: "Wovon Harry Belafonte nichts wusste: Der Apocalypso" in der Schriftenreihe Musica mortis

  •  Heribert Kleinzimt 2003 in seinem Werk "Die Seidelbässe: Glanz und Gloria wirklicher Männer"

  •  Heribert Kleinzimt 2003, "Wenn es in der Birne rauscht: Die vergeblichen Versuche der Frau Nacke-Deihe" in der Schriftenreihe Musica vitalis

  •  Heribert Kleinzimt 2004, "Total vergeigt: Das EEG und sein Missbrauch"

  •  Heribert Kleinzimt 2008: "Zockrock: Die Ohnmacht der neuen Volksmusik"

Klimperkasten

Metallschachtel, in das die Passanten Münzen für einen Straßenmusiker werfen, oft in der Hoffnung, er möge danach aufhören.

Knack, Wilhelm Heinrich

Zeitgenössischer Dirigent (1962-?), der in letzter Zeit mit rasanten Aufführungen ebenfalls zeitgenössischer Komponisten wie Wolfgang Rihm 1952 - ?) und Wilhelm Killmayer (1927 - ?) von sich reden machte. Von schlanker Statur und enge Beinkleider bevorzugend wurde er schon frühzeitig von den Damen seines Orchesters (The North Sea Symphonics) liebevoll als Knackarsch bezeichnet.

Knurrhahn

mäkeliger Dirigent

Koloraturgong

Bis heute nicht realisiertes Instrument, für dessen Erfindung ein gewisser Alfred Dilpes (1952-?) eine Belohnung von seinerzeit 10.000 DM aussetzte. Dilpes (Moselfränkisch übrigens gleichbedeutend mit Tollpatsch) gerierte sich gern als Musikmäzen, nachdem ihm ein Lottogewinn von 200.000 DM zu leidlichem Wohlstand verholfen hatte. Nach Einführung des Euro zog er sein Angebot wieder zurück, da er jetzt nur noch über die halbe Summe Geldes verfüge. Dazu der Musikwissenschaftler Heribert Kleinzimt: "Dilpes trägt seinen Namen zu Recht!".

Komponistplatz

Wohn- und Zeugungsstätte eines Tonsetzers

Kondolette

Tiefe Klarinette, die bei Trauermusiken gespielt wurde, heute durch Bassklarinette ersetzt.

Kontratenor

Alle anderen Stimmen außer dem Tenor, gegen (kontra) den sich oftmals Koalitionen bilden, da er zumeist mit den dankbarsten Rollen und / oder Melodien bedacht wird und dadurch oft zu einem eitlen Fatzke degeneriert, der auf die psychische Befindlichkeit der Kollegen keine Rücksicht nimmt, obwohl oder weil er sehr oft durch eine intellektuelle Minderausstattung charakterisiert ist. Literatur: Sir Gerald Havelock 1968: "Feebleminded and impudent, the tenor!" in seinem Werk "The Voices".

Konzertflügel

Teil eines Flugzeuges, mit dem Reiseagenturen ihre Kunden zu berühmten Musikveranstaltungen (z.B. Cremona) fliegen

Kopfhörer

Außer Tauben fast alle Menschen, da eine Schallaufnahme mit anderen Körperteilen nicht realisierbar ist, etwa anal. Der Anus kann zwar der Tonerzeugung, nicht jedoch dem Tonhören dienen. Auch Hören über Knochenleitung ist durch ihn nicht möglich, allenfalls bei tiefen Tönen eine gewisse Vibrationsempfindung.

Kopfschuss

Mentaler Zustand vieler vermeintlicher (Musik-)Stars, vulgo auch "Sprung in der Schüssel"

Kornweihe

Feierliche oftmals besonders in Österreich mit Musikbegleitung durchgeführte Erstdarbietung eines mindestens vor einem Jahr destillierten Obst- oder Kornbrandes

Kostprobe

Probenspiel von Musikern, meistens Generalprobe, für das oder die Eintritt bezahlt werden muss.

Kotflügel

Ein Flügel, wie er in den Ställen reicher Bauern zur Wende des vorigen Jahrhunderts (1900) vorkam, um die Milchproduktion der Kühe anzuregen. Gegen ein geringes Entgelt, meistens aber Naturalien spielte der Dorfschulmeister das Instrument, da die rurale Bevölkerung hierzu größtenteils nicht in der Lage war.

Krachmaninow

Boris Iljitsch (1920-2001), russischer Komponist, der vor allem durch Orchesterstücke großer Lautstärke bekannt geworden ist. Er erreichte dies nicht nur durch eine sehr üppige Instrumentierung, sondern auch durch den Einsatz von "Instrumenten", die von vornherein über eine gewisse Grundlautstärke verfügen, so etwa in seinem "Konzert für Presslufthämmer und Orchester", das er bereits im Alter von 21 Jahren schrieb, nach dem er vorher 4 Jahre in einem Arbeitslager zugebracht hatte. Hierdurch konnte er sich bei den Parteioberen der damaligen UDSSR wieder rehabilitieren.

Krakeele

ungeschulte Sängerin

Kreuzfidel

Violine für Kreuztonarten, überflüssig wie ein Kropf

Kreuzritter

Spitzname des deutschen Komponisten Felix "Gelbmann" Ritter (1892-1963). Der Name "Gelbmann" wurde durch seine ungesunde Gesichtsfarbe hervorgerufen. Er war berüchtigt für seine Forderung, grundsätzlich nur in Kreuztonarten zu komponieren, da alle anderen sich hieraus durch enharmonische Verwechslungen ohnehin ergeben würden. Von ihm selbst ist bezeichnenderweise nur ein einziges Klavierstück in Cis-Dur überliefert, das sich außer durch seine lakonische Kürze durch nichts Weiteres auszeichnet. Bei seinen wenigen Schülern war er gefürchtet, da sie bei ihm "zu Kreuze kriechen" mussten.

Kreuzweise

Der Begriff "Kreuzweise" hat in der Musik drei Bedeutungen:

1. Alle in Kreuztonarten (#) notierten Melodien

2. An Gräbern gesungene Weisen

3. Einstellung von Orchestermusikern gegenüber einem unbeliebten Dirigenten, der sie eben einmal "kreuzweise" kann. Dass dieser sie zur Abwechslung auch einmal "b-weise" könne, ist noch nie berichtet worden.

Kübelhorn

Bei Dorfmusiken neben Hornisten, aber auch anderen Bläsern aufgestelltes Gefäß, in das die Musiker bei allzu heftigem Alkoholgenuss "kübeln", d.h. ihrer Antiperistaltik nachgeben konnten.

Kummerspeck

Oft zu beobachten bei (Opern)sängerinnen, die sich mit traurigen Inhalten befassen (müssen).

Künstlerpech

Klebstoff, mit dem früher flüchtige und wieder eingefangene Tonkünstler an ihren ihnen zugewiesenen Plätzen sistiert wurden.

Kurzschluss

Überraschendes, weniger Zeit als erwartet beanspruchendes Ende eines Musikstückes

Lafette

Beleibte Sängerin

Lahmmarsch

Langsamer Marsch

Lasche

Temperamentlose Musikerin

Laute

Musikerin, die eines leisen Spiels unfähig ist

Lauthals

Bei Menschen und vielen Vertebraten (Wirbeltieren) übliche Form des Halses, die zur Lautgebung befähigt. Eine bedauernswerte Ausnahme stellen die Stummen dar. Auf deren maßgebliche Anregung geht auch die Erfindung der Stummgabel (siehe Lexikon/R-S!) zurück, mit der eine präzise Angabe der Tonhöhen von musikalischen Pausen ermöglicht wurde.

Lenkstange

Taktstock

Longhorn

Langes, nicht "aufgewickeltes" Horn, dessen Ventile nur über sehr lange, oft auch klemmende Gestängemechanik erreicht werden konnten. Nur noch von musealer Bedeutung.

Lorbass (Lorbas, Lohrbass)

Während der Lorbas im Ostpreußischen die mehr oder weniger liebevoll gemeinte Bezeichnung für einen (kleinen oder großen) Racker darstellt ("Na, mein klein Lorbaschen"), ist der korrekter Weise wie folgt geschriebene Lohrbass ein männlicher Sänger tiefer Tonlage aus dem Spessartstädtchen Lohr am Main. Ein Besuch dieses Ortes kann nur wärmstens empfohlen werden (Lohrer Bier).

Lostrommel

In der Militärmusik verwendete Art von Rührtrommel, die vor dem Beginn des eigentlichen Marsches durch einen Wirbel bekannt gibt, dass es jetzt gleich los geht.

Luftkampf

Atemnot eines Bläsers

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