Mixgetränke

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Sommerdrink: Dieses Mixgetränk gehört der Gattung der Sours an. Um es zu realisieren, müssen Sie bereit sein, körperliche Gewalt auszuüben, und zwar gegenüber Eiswürfeln. Meinem Kenntnisstand nach (was allerdings nichts besagen will) ist diese Art der Gewaltanwendung nach den Genfer Konventionen durchaus zulässig. Also entweder verfügen Sie über einen so genannten Ice Crusher (preiswert mit Handbetrieb oder die Luxusversion für Faule oder muskulär Unterentwickelte mit Elektroantrieb) oder einen kräftigen Hammer (am besten ein Fäustel oder auch ein Platiereisen, notfalls eine schwere Pfanne).  Nun geht es darum, Eiswürfel in einem Ice Crusher zu zerkleinern (zwecks Oberflächenvergrößerung) oder aber, die Eiswürfel in ein (sauberes) Küchentuch zu wickeln und darauf mit dem Fäustel, dem Platiereisen oder der Pfanne gnadenlos einzudreschen, bis das Eis den gewünschten Feinheitsgrad erreicht hat (sollte schon recht fein sein).

Dann nehmen Sie eine (möglichst unbehandelte) Zitrone, halbieren diese zunächst und schneiden eine dünne Scheibe ab, halbieren auch diese und schneiden sie in der Mitte leicht ein. Dann greifen Sie zu einem Glas, aus dem Sie das fertige Getränk zu sich nehmen wollen, also etwa ein Cocktailglas, und fahren mit der eingeschnittenen halben Zitronenscheibe über den oberen Glasrand (nicht etwa den Rand des Fußes). Sie sollten vorher schon weißen Zucker auf einen flachen Teller gestreut haben und drehen nun den zitronenbefeuchteten Glasrand in diesem Zucker, der seinerseits am Glasrand anhaftet. Schon haben Sie das erzeugt, was der gewiefte Profimixer eine Crusta nennt. Stellen Sie das Glas nun erst einmal beiseite und pressen Sie den Zitronensaft aus. Füllen Sie das in Aussicht genommene, hoffentlich nicht zu kleine Glas nun zur Hälfte mit dem zerstoßenen Eis, dann mit jeweils einem Likörglas (25 ccm) Wodka und einem Likörglas Pfefferminzlikör (Crème de Menthe) , geben den Zitronensaft hinzu, verrühren die Zutaten gut und füllen mit Sodawasser, besser Champagner (Sekt tut es auf jeden Fall auch) auf. Gegebenenfalls mit einer halben, eingeschnittenen Zitronenscheibe garnieren. Schluckikowski!

Winterdrink: Es muss ja nicht immer Glühwein sein, vor allen Dingen nicht solcher von Weihnachtsmärkten, der meistens in qualitativer Hinsicht nicht einmal Minimalanforderungen erfüllt. Bei diesem Rezept, das der inneren Erwärmung und Erbauung dient, müssen Sie auch keine Eiswürfel verprügeln. Sie gießen in ein höheres Saftglas ein Likörglas (25 ccm) Rum (ich bevorzuge 56%igen Jamaica-Rum). Dann lassen Sie in den Rum einen Esslöffel flüssigen Honig hineingleiten (der Honig weiß ja nicht, was auf ihn zukommt). Füllen Sie das Glas mit heißer Milch auf und rühren Sie gut um.  Eventuell mit etwas Zimt bestreuen. Sehr zum Gedeihlichen!

Ein Tipp für die Milch! Wenn Sie Milch erhitzen, lassen Sie diese um Himmels Willen nicht unbeaufsichtigt. Genau in dem Augenblick, in dem Sie sich abwenden, brennt diese hinterhältige Flüssigkeit mit Garantie an. Mögliche Variationen: Sie nehmen noch höherprozentigen Rum. Sie mögen keinen Rum? Dann nehmen Sie Whisky (vorzugsweise Malt Whisky) oder Cognac (Weinbrand). Es sollte bei letzterer Variante aber schon ein Qualitätsweinbrand sein. Ich gehe fest davon aus, dass Sie auf einen guten Geschmack Wert legen. Ich will mich da nicht festlegen, aber es könnte sein, dass Sie plötzlich feststellen: "Man sollte doch wieder öfter Milch trinken!" Übrigens, Sie können den Honig auch weglassen. Damit fehlt Ihnen dann allerdings auch die Ausrede, mit dem Honig etwas für Ihre Gesundheit zu tun, wobei die gesundheitsfördernde Wirkung von Honig ja nun auch ein wenig fragwürdig erscheint (ist auch nur Zucker). Aber wozu Diskussionen? Einfach runter mit dem Zeug! Subjektiv tut es jedenfalls sehr gut!

 

 

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