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Begriff |
Beschreibung |
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Radauke |
Sammelbezeichnung für jedes laute
Musikinstrument |
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Raupenschepper |
Eine auf Gummiraupen bewegbare
Galgeneinrichtung (ähnlich wie bei Röhrenglocken), an der allerlei
Metallteile, auch schwere Ketten hängen, die durch die Hände in Bewegung
gesetzt oder mit einem Hammer angeschlagen werden können und ein
schepperndes Geräusch erzeugen. |
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Reagenzglasharfe |
Sonderform der Glasharfe, die nur
mit sehr feinen und spitzen Fingern (wegen des geringen Glasdurchmessers)
gespielt werden kann |
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Rita R. d'Ando |
Italienische
Sängerin (Mezzosopran, 1902-2001), die wegen ihrer Tempoverschleppungen berühmt und
berüchtigt war. Selbst ihr eigenes Ableben (siehe Geburts- und Sterbedatum)
zögerte sie ungebührlich lange hinaus. |
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Rohrdommel |
Eine
rohrförmige Ommel, in D gestimmt |
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Romadur |
Eine der sogenannten Zigeunertonleitern, auch arabische Tonleiter genannt.

Analog existiert auch Romamoll oder die sogenannte
ungarische Tonleiter:

Ferner steht die Bezeichnung für einen Weichkäse
ursprünglich belgischer Herkunft mit einer aus Rotschmierbakterien
gebildeten Haut.
Tesamoll® hingegen bezeichnet keine Tonleiter und auch
kein Tongeschlecht, sondern steht für ein Dichtungszwecken dienendes
selbstklebendes Gummiprofil oder Schaumstoffband. |
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Rüsselposaune |
Ventilposaune
in Form eines Elefantenrüssels, kaum gebräuchlich. |
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Särge-Prokofjew |
Im
frühen 20. Jahrhundert bekanntes Moskauer Bestattungsunternehmen, das dem
russischen Komponisten Sergei Sergejewitsch Prokofjew (1891-1953) als
zweites Standbein diente. Er schrieb auf Wunsch betuchter Verblichener
bzw. deren Angehöriger auch ausdrucksstarke Trauermusiken mit sehr lyrischer
Melodik. |
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Sammelbecken |
Um 180 Grad
gedreht auf dem Boden aufgestelltes Becken (wie eine Schale), in der
Straßenmusiker die ihnen vom Publikum zugedachten Zuwendungen sammelten.
Wurde in regelmäßigen Abständen geleert, um nicht den Eindruck entstehen zu
lassen, sie seien weiterer Spenden nicht mehr bedürftig. |
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Schafotte |
Aus der
Gavotte (Jean-Baptiste Lully 1632-1687 Abb. rechts) entwickelte Tanzform,
die oft bei Hinrichtungen auf dem Schafott oder ähnlichen Volksbelustigungen
zur Zerstreuung des Publikums gespielt wurde. Das Schafott oder die
Blutstatt war eine erhöhte Tribüne, auf der die eigentliche Enthauptung
mittels Fallbeil oder Schwert durch den Scharfrichter stattfand (Abb. links:
Enthauptung Marie-Antoinettes). Später trat die Guillotine als effektive
Hinrichtungsmaschine an die Stelle des Fallbeils oder Schwertes. Vor allen
Dingen Massenexekutionen konnten somit ohne wesentliche
Ermüdungserscheinungen des Scharfrichters durchgeführt werden. Die Gründe
für die Einführung der Guillotine waren jedoch humanitärer Art. Der
französische Arzt Joseph-Ignace Gui llotin
(1738-1814) wandte sich an die Oberen der Stadt Paris, um eine schnelle und
nicht unnötige Leiden verursachende Hinrichtungsart zu erwirken. Unterstützt
wurde er hierbei durch den Scharfrichter von Paris Charles-Henri Sansons
(1739-1806), der drastisch die Nachteile einer Enthauptung durch das Schwert
beschrieb. Die Empfehlung Guillotins wurde angenommen und Sansons
beauftragte den deutschen Klavierbauer Tobias Schmidt mit der Konstruktion
der ersten Guillotine. Ein einmaliger Vorgang, der deutlich belegt, dass die
Kunst des Instrumentenbaus durchaus tödlicher Natur sein kann. |
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Schamflöte |
Etwas
irreleitende Bezeichnung für die zuweilen von Schamanen gespielten, recht
schrill klingenden Flöten, die zur Steigerung des exstatischen Ausdrucks
Einsatz fanden |
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Scharfe |
Jede attraktiv
aussehende Musikerin |
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Schieferklavier |
Im Solinger
Raum, aber auch in der Eifel und im Hunsrück mit Schieferschindeln belegte
Klaviere und Flügel, um diesen Instrumenten mehr Lokalkolorit zu geben. Oft
sehr prachtvoll gestaltet neigen diese Instrumente bei Fortissimo-Passagen
jedoch leicht zum Scheppern. |
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Schifferklavier |
Begleitinstrument
für Kunst- und Figuralpisser. Oft aber auch bei Seeleuten anzutreffen, die
auf Grund erhöhten Alkoholkonsums über einen ebenfalls erhöhten Urinausstoß
verfügten, den sie schiffend abbauten. Um das Vulgärverb "schiffen" für das
Urinieren zu vermeiden, wurden auch die Alternativen "Strahlklavier" bzw. "Harnquetsche"
vorgeschlagen, die sich jedoch nicht durchsetzen konnten. Das Foto rechts
stammt von
Walter. J. Pilsak aus Waldsassen. |
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Schirmklampfe |
Eine mit einem
kleinen Schirm versehene Klampfe, um das Instrument auch bei feuchter
Witterung einigermaßen kommod spielen zu können. |
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Schlagloch |
Vulgärausdruck für Schlagzeugerin
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Schmalzler |
Streicher mit sehr weichem
("schmalzigen") Klang, oftmals durch Einsatz von Dämpfern erzeugt. Berühmt
war Mantovanis Streicherklang (Cascading
Strings). |
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Schmetterling |
Blechbläser, der vorzugsweise
Fanfaren (z.B. Olympia-Fanfare) oder Ähnliches erklingen lässt. |
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Schnackbrett |
Umgangssprachlich für Telefon (in Anlehnung an Hackbrett) |
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Schnorgel |
Volkstümliche Bezeichnung für die
von Straßenmusikanten verwendete Drehorgel, deren hauptsächlicher
Einsatzzweck im Erbetteln pekuniärer Zuwendung bestand ("Schnorren") |
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Schneck, Tatjana |
Deutsche
Musikwissenschaftlerin (1945-?) und Kritikerin, die sich auch in
musikpsychologischer Forschung einen Namen gemacht hat.
Sie schrieb beispielsweise bereits ihre Diplomarbeit in Psychologie über die
psycholinguistischen Auswirkungen der Kombination von Musikstücken und
Sprechweisen bei der Konstruktion von Funkspots. In diesem Lexikon werden
ihre folgenden Arbeiten zitiert:
-
Tatjana
Schneck 1968: "Berechtigte Fragen in der Musik: Der Fall
Bann-Ausse" in der
Schriftenreihe Musica vitalis
-
Tatjana
Schneck 1969 in ihrem Aufsatz "Traun fürwahr, ein Faun sogar" in der
Schriftenreihe Animal Music
-
Tatjana
Schneck 1978: "Die Wahl ungeeigneter Instrumente - Wenn Blasen zur Qual
wird" aus der Schriftenreihe Musica debilis.
-
Tatjana
Schneck 1978: "Jetzt wird barock gehopst!" in der Schriftenreihe Ars
saltandi
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Tatjana
Schneck 1996, "Mit der Kelle komponiert: Freimaurer und Musik" aus der
Schriftenreihe Musica stabilis.
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Schräge |
Umgangssprachlich für Jazzsängerin
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Schwimmbecken |
Für besonders
glänzende Aufführungen von Georg Friedrich Händels "Wassermusik"
konstruiertes schwimmfähiges Becken, wiewohl Händel in seiner Partitur gar
kein solches vorsah. Literatur: Heribert Kleinzimt 1983: "Wenn Schwimmer auf
die Pauke hauen: Vom Unsinn so mancher Händelaufführung!" in der
Schriftenreihe Musica vitalis. Allerdings nimmt Kleinzimt hier nicht auf das
Becken, sondern auf die Pauke Bezug. Schade eigentlich! |
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Seidelbass |
Eine Variante
des Bassbuffo, der zwischen Trinkliedern wie "Als Büblein klein an der
Mutterbrust" oder "Im tiefen Keller sitz ich hier" stets einen Bierseidel
(0,5 Liter) in einem Zug leert. Geübte Seidelbässe schaffen bis zu zwölf
Lieder oder Arien ohne erkennbare Artikulationsschwächen. Der wohl
berühmteste unter ihnen war der erst kürzlich verstorbene Niederländer Henk
van Deepenglas (1928-2008), wirklich ein Seidelbass von Graden. Literatur:
Heribert Kleinzimt 2003 in seinem Werk "Die Seidelbässe: Glanz und Gloria
wirklicher Männer". |
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Seifenblase |
In ähnlicher
Weise wie bei seinem
Füllhorn entwickelte der britische Erfinder Thomas Witherspoon (Inhaber der Instrumentenbaufirma "Mysterious
Waters") eine Bassflöte, die über einen seitlichen Rohransatz mit einem
Glasgefäß verbunden war. Zwischen Flöte und dem Glas befand sich eine
semi-permeable Membran. Das Glas verengte sich nach oben, war jedoch offen.
Wurde es mit Seifenlauge gefüllt, entstanden während des Flötenspiels
Seifenblasen, die der Belustigung des Publikums dienten. Witherspoon
(1882-1946) galt bereits zu Lebzeiten seinen Landsleuten als wenig
ernsthafter Charakter. Hierzu trug wohl auch sein erheblicher Whiskykonsum
bei. |
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Sektflöte |
Eine Flöte in
Form eines umgedrehten Sektglase, also sich zum unteren Ende hin erweiternd.
Man versuchte durch diesen sich vergrößernden Schalltrichter dem Instrument
eine größere Lautstärke zu verleihen. Die Bauform konnte sich letztendlich
nicht durchsetzen. Literatur: Heribert Kleinzimt 1999: "In einer Welt voller
Pfeifen: Die Sektflöte" in der Schriftenreihe Musica vitalis. |
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Selbst-Bedingong |
Über den
Bedingong findet sich
Näheres an gegebener Stelle. Der meistens nicht erwähnte Zusatz "Selbst-"
bedeutet, dass dieses Instrument ohne die Assistenz eines weiteren Musikers
gespielt werden kann, dies etwa im Gegensatz zur
Afterklampfe. |
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Senfkornett |
Nach dem
österreichischen Instrumentenbauer Cornelius Senf (1789-1888) benanntes
Kornett, das in seiner Ventilmechanik dem heutigen modernen Kornett schon
sehr nahe kommt. Senf führte übrigens sein hohes und kaum durch Krankheiten
getrübtes Alter auf den regelmäßigen, aber mäßigen Genuss der von ihm selbst
hergestellten Obstbrände zurück. |
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Senfte |
Mit Membranen
(Pergamentpapier oder Ähnliches) bespannte Senfgläser, die als kleine
Trommeln geringer Lautstärke Verwendung finden, beispielsweise in
Kindermusikgruppen. Wegen ihrer ebenfalls geringen mechanischen
Belastbarkeit oftmals Anlass tränenreicher Unstimmigkeiten zwischen den
Kindern und der erwachsenen Aufsichtsperson. |
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Seni-Ohr(en) |
Das oder die Gehörsorgan(e) eines
älteren Organismus, hier des Menschen. Im Alter
nimmt der wahrnehmbare Frequenzumfang ab, insbesondere höhere Frequenzen
werden nicht mehr wahrgenommen, so dass auch Werke der Musik von älteren
Menschen anders (eingeschränkt) als von jungen Menschen perzipiert werden.
Hierbei kann (verstärkt im Zusammenhang mit zunehmender Schwerhörigkeit)
etwa eine sehr differenziert instrumentierte Orchesterpartitur nicht mehr in
allen Einzelheiten wahrgenommen werden. Dies kann insbesondere bei älteren
Musikkritikern bei aller sonstigen Subjektivität ihres Gewerbes zu
Fehlurteilen führen. |
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Show-Peng |
Eigentlich Xaver Balthasar Peng
(1928-2002), deutscher Klaviervirtuose,
der sein Können vorzugsweise auf Showbühnen unter Beweis
stellte. Seinen Spitznamen verdankte er seiner Verehrung für den polnischen
Komponisten Frédérick Chopin (1810-1849, Foto rechts). Bei seinen
zahlreichen Bühnenauftritten gefiel er sich auch oft und gern in der Rolle
des unwiderstehlichen Tango-Tänzers, wie das Foto links belegt. Bei einem
solcher Auftritte verletzte er sich dermaßen unglücklich, dass er seine
Bühnenkarriere beenden musste. Er verstarb 2002 verbittert in einem Züricher
Bordell mit den Worten "Scheißtango". |
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Sonarr |
Altertümliche
Bezeichnung für Musikalclown |
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Sowiesonaphon |
Aus "Sowieso",
"Nase" und "phon" gebildetes Kunstwort, das ein lautes Niesen quasi als
Instrument (das man sowieso besitzt) behandelt. Laut Havelock
beeinträchtigen solche Begrifflichkeiten die Stringenz und Reinheit
musikologischer Terminologie. Literatur: Sir Gerald Havelock 2006: "Uses and
abuses of musicological terms" in George Monkeynun, Editor: "The young
zimbalist's cookbook" |
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Spanflöte |
Blockflöte, in
deren unteres Rohrende ein Holzspan eingesetzt wurde, um den Luftstrom
abermals zu teilen. Diese Maßnahme bleibt allerdings völlig wirkungslos. |
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Spastagnetten |
Übergroße
Kastagnetten, die beim Spieler leicht zu Verkrampfungen der Spielhand führen
(Krampf = Spasmus). |
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Spermatozoen |
Singular:
Spermatozoon, keine Musikinstrumente, sondern Samenzellen, die zuweilen auch
durch Blasen das Licht der Welt erblicken. Keine völlig sichere Methode, sie
hervorzulocken, sonderlich nicht beim alternden Menschen. Dies wird deutlich
im rheinland-pfälzischen Sprichwort: "Herr, wenn du mir schon die Kraft
nimmst, dann nimm mir auch die Naupen!" [Naupen wörtlich wohl Krebschen oder
Flöhe (lat. Nauplius = Primärlarve der Krebstiere), also im Sinnzusammenhang
das Zwacken und Jucken]. Literatur: Tatjana Schneck 1978: "Die Wahl
ungeeigneter Instrumente - Wenn Blasen zur Qual wird" aus der Schriftenreihe
Musica debilis. |
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Spielhalle |
Konzertsaal |
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Spreizhorn |
Horn mit zwei
an einer Gabelungsstelle ansetzenden Schalltrichtern |
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Spolzenthien, Samuel |
Deutscher
Musikkritiker (1934-?), der wegen seiner oft recht
zugespitzten Formulierungen einerseits sehr bewundert wird, zum anderen aber
bei den Adressaten seiner Kritik gefürchtet ist. Sein zumeist eher
verbindliches Auftreten täuscht über den wachen und angriffsbereiten
Intellekt dieses Mannes hinweg. Sein Spitzname in der Musikszene beleuchtet
dies eindrucksvoll: "Der Lächler". Es gab schon Musiker, die es sich nicht
erklären konnten, dass sie nach einem Gespräch mit dem "Lächler" sich später
nach Strich und Faden verrissen in Feuilletons und Fachzeitschriften
wiederfanden. Von Spolzenthien werden in diesem Lexikon die folgenden
Arbeiten zitiert:
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Samuel
Spolzenthien 1972: "Ein deutscher Franzose? Das geht nicht gut!" in der
Schriftenreihe "Musica Europae".
-
Samuel
Spolzenthien 1982: "Schnatterskalen - Wer braucht sie schon?" in der
Schriftenreihe Musica inhumana
-
Samuel
Spolzenthien 2003, "Wenn der Ton doch nur in der Rübe bliebe - Zur Kritik
unnötigen Gesanges" in der Schriftenreihe Vox inhumana
-
Samuel
Spolzenthien 2007: "Wenn Musik zur Nebensache wird: Die herrlichen
Obstbrände des Tobias Free" in der Schriftenreihe Ludus tonalis
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Stabsarzt |
Mediziner, der einen Dirigenten
betreut |
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Stadtpfeifer |
Keinesfalls
ein Musiker, wie oft fälschlich behauptet, sondern ein Dorfbewohner, der auf
das Leben in der Stadt "pfeift". |
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Standpauke |
Kesselpauke, die stehend bedient
wird, selten, hängt von den Aufführungsbedingungen ab |
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Stockflöte |
Auch Csakan
oder Knüppelpiepe genannte Blockflöte, die in einen Spazierstock eingebaut
wurde. Sie erfreute sich im 19. Jahrhundert teilweise recht hoher
Beliebtheit. Ihre Erfindung wird dem wird dem Flötenvirtuosen Anton
Heberle zugeschrieben. Selbst Komponisten wie Anton Diabelli (1781-1858),
Konradin Kreutzer (1780-1849) oder Johann Strauß (Sohn, 1825-1899) schrieben
für dieses Instrument. |
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Stranglion (Galgenharfe) |
Im Westen
Nordamerikas bei Hinrichtungen gespieltes Streichinstrument. Literatur: Sir
Gerald Havelock 2000: "The stranglion: Do it the soft way!" in Brewster,
Handicott and Havelock, Editors: "Music under the gallow" |
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Streichalt |
1. Altistin,
die mit einem Kontrabassbogen angestrichen zum Singen gebracht wird
2.
Überaltertes Streichfett |
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Streichholz |
Geigenbogen |
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Strombardon |
Elektrisch
durch Kompressor angeblasenes Bombardon, d.h. Tuba bzw. Kontrabasstuba |
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Strudelsack |
Dudelsack, in
dessen Pfeifen durch den Luftstrom rotierende Propeller angebracht waren.
Man versprach sich durch diese Luftstrudel einen ähnlichen Effekt wie beim
Vibraphon. Er kam jedoch wegen des zu Recht gefürchteten und schneidenden
Dudelsackklangs nicht wirkungsvoll zur Geltung. Heute ohne Bedeutung. |
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Strumpfhosine |
Von
Flatulisten (Kunstfurzern) bei eher kammermusikalischen Werken eingesetzter
Dämpfer, oft auch in mehreren Lagen übereinander. |
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Stummgabel |
Stimmgabel zur
genauen Tonhöhenbestimmung von Pausen |
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Sturmlaute |
Laute mit
elektrischen Tonabnehmern und nachgeschaltetem Verstärker, um das eher leise
Instrument auch bei starken Umgebungsgeräuschen (Wind, Sturm) hörbar zu
machen. |