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Die Größe Gottes wird in Psalmen, Chorälen und Gebeten in verherrlichender Weise oft angesprochen bzw. angesungen. Als Maßzahl tritt sie jedoch nirgends auf. Diesem Übelstand wollen wir hier mit wissenschaftlicher Methodik begegnen.

 

Der Vater meines Jugendfreundes Heinz-Jürgen pflegte überlange Mädchen auf Plattdeutsch mit dem Namen "den leef Herrgott sin Bliestift" zu belegen (hochdeutsch: Gottes Bleistift).  Es sei darauf hingewiesen, dass er hiermit keinesfalls implizieren wollte, dass Gott Mädchen als Schreibgeräte verwende. Er (der Vater, nicht Gottvater) beabsichtigte lediglich, einer Größenrelation beredten Ausdruck zu verleihen. Hierbei ist Relation bzw. Verhältnis das willkommene Stichwort in diesem Zusammenhang. Unter der Annahme der auch von Ludwig Andreas Feuerbach (1804-1872, Abb. rechts) vorgetragenen Hypothese, dass der Mensch Gott nach seinem Bilde schuf (an der umgekehrten Hypothese hege ich gemeinsam mit Feuerbach erhebliche Zweifel) lässt sich durch Aufstellen einer Verhältnisgleichung eine erste Größenschätzung Gottes ableiten.

 

Vor mir liegt ein kaum abgeschriebener Bleistift des Härtegrades HB (letzteres ist für unsere Aufgabenstellung allerdings irrelevant) von 17 cm Länge (bl = 0,17 m). Einigen wir uns darauf, dass wir ein Mädchen mit einer Körpergröße von 1,90 m als lang empfinden würden (ml = 1,90 m). Nehmen wir die durchschnittliche Körpergröße eines erwachsenen Mädchens mit 1,65 m an (dl = 1,65 m). Dann lautet unsere Verhältnisgleichung wie folgt:

 

 

 

Wir setzen also die Bleistiftlänge bl ins Verhältnis zur Durchschnittslänge eines erwachsenen Mädchens dl und setzen dieses Verhältnis gleich mit dem Verhältnis der Körpergröße des überlangen Mädchens (Gottes Bleistift) ml zur Länge Gottes gl. Kreuzmultiplizieren bringt uns zur dritten Zeile der obigen Gleichungen und Teilung durch 0,17 ergibt die

Körpergröße Gottes gl = 18,44 m.

Man mag nun darüber streiten, ab wann ein erwachsenes Mädchen als überlang gelten solle oder welcher Wert als Durchschnittsgröße eines 18-jährigen Mädchens einzusetzen sei. Dies lässt sich alles sehr leicht variieren. Letztlich wird man ein Mutungsintervall für die Körpergröße Gottes zwischen 16m und 20m annehmen müssen.

Bei einer solchen Körpergröße will es als sehr verwunderlich erscheinen, dass man Gottes so selten ansichtig wird. Hier müssen wohl (vor allen Dingen vor dem Hintergrund seiner vermuteten Allgegenwart) Tarnmechanismen im Spiel sein, deren Erforschung noch vor uns liegt.

Das Lernverhalten von Engeln in einem Labyrinth bezeichnet eine Arbeit David Lester's (aus dem Sammelband "Journal der unwiederholbaren Experimente" Seite 190f., Wolfgang Krüger Verlag, Frankfurt/Main 1970), die wir hier zusammenfassend referieren. Lester arbeitet hier mit einer Stichprobe von 30 Cherubim und 30 Erzengeln, deren Alter und Geschlecht unbestimmt blieben. Sie sollten den Weg in einem T-Labyrinth zu einer Belohnung in Gestalt einer 3-Gramm-Pille ungesäuerten Matzens finden. In der Hälfte der Fälle befand sich die Belohnung auf der linken Seite des T-Labyrinths, in der anderen Hälfte auf der rechten Seite. Der von Lester nicht eigens angegebene Versuchsplan (bestens geeignet für eine varianzanalytische Auswertung) sah also wie folgt aus:

Engelstypus / Belohnungsort

Matzen links

Matzen rechts

Σ

Cherubim

15

15

30

Erzengel

15

15

30

Σ

30

30

60

 

Die Resultate sprachen nicht gerade für die charakterliche Integrität der Versuchspersonen.

  •  Insgesamt 10 Engel (7 Cherubim, 3 Erzengel) verschwanden aus der Startbox, waren offenbar nicht willens, die Versuchsinstruktionen zu befolgen.

  •  24 Experimentalteilnehmer (11 Cherubim, 13 Erzengel) durchtunnelten die Wände und verließen das Labyrinth.

  •  Bei 10 Engeln (6 C, 4 E) stellte der Versuchsleiter fest, dass die Belohnung verschwand, während die Engel sich noch in der Startbox befanden.

  •  Bei 11 Engeln (6 C, 5 E) hatte der Versuchsleiter Visionen und konnte deshalb den Versuch nicht fortsetzen.

Lester selbst interpretiert seine Befunde dahingehend, dass die Methodik eventuell für Engel nicht ganz angemessen gewesen sei. Statt der links und rechts angeordneten Zielboxen solle man eventuell an eine vertikale Anordnung denken (oben, unten). Vielleicht wären Engel auch eher durch die Erscheinung des Herrn denn durch Matzen zu motivieren gewesen.

Unserer Auffassung nach tendieren Engel schlicht und einfach zum Beschiss (Manipulation von Versuch und Versuchsleiter) und sollten allein schon aus diesem Grund von psychologischen Untersuchungen ausgeschlossen werden. Soviel hierzu!

 

Eva oder Das Rippchen

Nach der Melodie von "Maikäfer flieg" zu singen

 

Geh Rippe, geh!

Du tust mir doch nur weh.

Der Herrgott macht 'ne Frau daraus,

doch die kommt mir nicht ins Haus.

Geh Rippe, geh!

 

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