Reminiszenzen

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Reminiszenzen: Diese Erinnerungen habe ich meinem Vater gewidmet. Es handelt sich um ein eigentlich gattungsloses Orchesterstück (entstanden 2007). Ich spreche in diesem Zusammenhang von "Sinfonischen Skizzen".  Das Anfangsthema weist in den ersten beiden Takten eine oberflächliche Ähnlichkeit zu César Francks "Panis angelicus" auf, ohne jedoch im mindesten beabsichtigt zu sein. Im Verlaufe des Stückes wird vom Klavier eine Swingpassage gespielt, die später das Anfangsthema (dann allerdings nicht mehr "swingend") quasi melismatisch umspielt. Das Stück zeigt einen ziemlichen Dynamikumfang (bis fff), endet mit Streichern, Klavier und Harfe jedoch mp. Die Aufführungsdauer beträgt 11'16''.

 

Hier das Anfangsthema (ein Mausklick spielt die mp3-Datei ab):

Und nun swingt das Klavier (auch hier genügt ein Mausklick):

Am Schluss noch eine Anmerkung zu César Francks "Panis angelicus"! Die immer wieder anzutreffende Aussprache des "angelicus" in italienisierender Sprechweise ist eine furchtbare Unsitte des Kirchenlateins. Das "g" in "angelicus" muss wie im deutschen Wort "gut" ausgesprochen werden. Ein "andschälicus" gibt es im Lateinischen nicht. Meine beiden hervorragenden Lateinlehrer am Lübecker Johanneum  Wandschneider (Abb. rechts) und Glöde (die wohl nicht mehr leben) würden sich ob dieser Unsitte im Grabe umdrehen. Das Foto zeigt Wandschneider auf einem unserer damaligen Klassenfeste. Das war einmal ein handfester Mann (gebürtiger Mecklenburger und Imker) mit einem wunderbaren Humor, genauso wie übrigens auch sein Freund Glöde, von dem ich leider kein Foto mehr habe. Bei den beiden machte selbst ein streckenweise doch eher dröges Fach wie Latein durchaus Spaß.

 

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