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Serenata seria |
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Die Serenata seria ist ein achtsätziges Werk für Orchester. Man könnte meinen, "Serenata" (Serenade, Ständchen) und "seria" (ernst) stünden in einem Widerspruch zu einander. Aber man kann ein Ständchen ja auch in ernster Absicht bringen, wenngleich das italienische "serena" eher an eine heitere Gemütslage denken lässt.
Die einzelnen Sätze (Gesamtdauer: ca. 59 Minuten) lauten wie folgt:
Die Instrumentierung ist - um es vorsichtig auszudrücken - ein wenig üppig ausgefallen, wie die folgende tabellarische Übersicht zeigt:
Die einzelnen Sätze werden auf jeweils eigenen Seiten behandelt, die über die Schaltflächen links zugänglich sind. Eine inhaltliche Klammer wird durch die Sätze I und VIII gegeben, beide jeweils mit Allegro assai überschrieben. Ein flüchtiges Hören könnte den Eindruck entstehen lassen, beide Sätze würden mit dem gleichen Thema beginnen. Das ist allerdings nicht der Fall, aber beide Themen sind sehr ähnlich in ihrem Aufbau und vor allen Dingen identisch in der Instrumentierung: Flöten und Klarinetten spielen das Thema, während zwei Fagotte für die Rhythmisierung sorgen und die Streicher einen harmonischen Teppich legen. Zunächst das Thema des ersten Satzes (Flötenstimme):
Im Vergleich dazu das strukturell gleichartige Thema des achten Satzes (Flötenstimme):
Die Ähnlichkeit ist ersichtlich, aber die Unterschiede treten ebenso klar zu Tage. Nach Vorstellung des Themas erfolgt durch eine Überleitung im Englisch Horn ein Larghetto-Teil, der in beiden Sätzen identisch ist, danach gehen beide Sätze unterschiedliche Wege. Der erste Satz bezieht einen solistischen Klavierpart mit ein, der ein jazzartiges Thema aufgreift und swingend gespielt werden muss. |