Xynthia

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Ein stürmisches Mädchen: Eine sehr wohl verzichtbare Überraschung brachte uns der 28. Februar 2010 durch eine wetterfeste Dame namens Xynthia. Dieses Sturmtief holzte einen nicht unbeträchtlichen Teil unseres Waldbestandes ab. Ich konnte vom Fenster meines Arbeitszimmers zuschauen, wie hohe Bäume sich krachend zur Seite neigten. Zwei kleinere Bäume erreichten dennoch Heck und Dach unseres Autos, das ich bei Beginn des Sturmes noch vorsorglich aus dichteren Baumbeständen herausgefahren hatte, aber wohl nicht weit genug. Sie durchschlugen die Heckscheibe und beulten das Dach ein. So etwas nennt man dann Totalschaden. Mal sehen, was die Versicherung sagt. Gott sei Dank blieben unser Haus, das Nebengebäude und die Werkstatt verschont. Mein Freund Michael Lauer und unser Wehrführer Matthias Marx mit seinen Jungs von der Freiwilligen Feuerwehr Schömerich entfernten noch am gleichen Tag die Bäume von unserem demolierten Wagen und zersägten die auf den Waldweg gefallenen Bäume. Für den Rest wird der Revierförster sorgen, der für den nächsten Tag (1.3.2010) sein Kommen zugesagt hatte, d.h. Wackelkandidaten von den Hängen entfernen, Bäume zersägen, die nur noch dadurch stehen, dass sie sich an andere angelehnt hatten, die nicht umgekippt waren. Eine von unseren Eichen wird wohl auch noch daran glauben müssen. Wenn sie einmal durch Sturm fallen sollte, dann wäre unser Haus reif. Durch die Schneeschmelze der letzten Tage ist der Boden feucht, so dass manche nur flach wurzelnden Bäume (Kiefern) keinen so festen Halt mehr haben. Glücklicherweise sind die sieben Birken, die den Eingang zu unserem Grundstück säumen, stehen geblieben. Sie bieten im Frühjahr und im Sommer, wenn sie ihr Grün tragen, einen wirklich schönen Anblick. Nach einem italienischen Gedicht nenne ich sie immer "mie sette sorelle": meine sieben Schwestern. Hat auch nicht jeder!

Inzwischen (7.1.2011) sind die Spuren der Verwüstung weitestgehend getilgt. Zwei letzte große Tannen, die unser Haus noch hätten gefährden können (bei Sturm aus Nordwest) wurden zwecks weiterer Holzbearbeitung gefällt. Und der Berghang hat sich inzwischen auch wieder begrünt und sein kahles Antlitz verloren. Ein Ersatz für das zusammengefaltete Auto steht auch wieder auf dem Grundstück. Allerdings muss ich sagen, dass mein Bedarf an solchen Stürmen mittlerweile doch weitestgehend gedeckt ist. Damals in der Wassermühle hatten wir ja schon mit den heftigen Auswirkungen eines anderen Sturmtiefs zu kämpfen, auch so ein schlampiges Weibsbild namens Wiebke, das alles in Unordnung brachte..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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